Während der Osterferien wurde das Hallenbad in Bissingen umfassend von den Stadtwerken renoviert. Ziel der Maßnahmen war es, die Anlage zu modernisieren und den Besuchern künftig mehr Komfort zu bieten. Besonders im Fokus standen dabei die Duschen sowie die Gitter am Beckenrand, die vollständig erneuert wurden. Um die Arbeiten sicher und zügig durchführen zu können, blieb das gesamte Bad während der Renovierung geschlossen – sowohl für den öffentlichen Badebetrieb als auch für den Vereinssport. Dies bedeutete für viele Stammgäste eine wochenlange Unterbrechung ihres gewohnten Trainings- oder Badealltags.
Nach Abschluss der Arbeiten zeigt sich nun allerdings vielerorts Enttäuschung unter den Besuchern. Die erhofften Verbesserungen sind offenbar ausgeblieben. Im Gegenteil: Zahlreiche Nutzer berichten, dass die neuen Duschen kälter seien als zuvor und schlechter funktionieren. Zudem wurden bei den Gittern am Beckenrand kaum sichtbare Veränderungen festgestellt, was bei vielen den Eindruck erweckt, dass unnötig Geld investiert wurde, ohne einen echten Mehrwert zu schaffen.
Angesichts der langen Schließzeit und der ohnehin angespannten Haushaltslage der Kommune äußern einige Bürger Unverständnis über die Prioritätensetzung der Stadtwerke. Statt einer aufwendigen, aber wenig spürbaren Sanierung hätten sie sich eine durchdachtere und sinnvollere Verwendung der knappen Mittel gewünscht – etwa für die Modernisierung der Wasseraufbereitung oder barrierefreie Zugänge. Die Diskussion um die Renovierung ist damit noch nicht beendet.
Mittlerweile ist das Hallenbad für den Publikumsverkehr sogar dauerhaft geschlossen. Die Vereine dürfen das Bad weiterhin nutzen.
Miron, Maxim D., Bruno
