Leonie Klepser, Nena Rothfritz und Vanessa Spät, drei Schülerinnen des Alfred-Amann-Gymnasiums treffen sich für ein Interview mit Jochen Rothfritz vom Skiclub Kirchheim a. N..
Vanessa, Leonie, Nena: Hallo, wir interviewen heute Jochen Rothfritz. Stellen Sie sich doch einmal vor.
Jochen Rothfritz: Hallo, ich bin Jochen Rothfritz, ich bin 49 Jahre alt, verheiratet und habe eine Tochter. Ich bin seit dem 10.05.2019, also seit 6 Jahren, Vorstand im Skiclub Kirchheim am Neckar.
V, L, N: Unsere erste Frage lautet, wie Sie darauf kamen, dem Skiclub Kirchheim beizutreten, und wie Sie dann Vorstand wurden.
J.R.: Das ist eine lange Geschichte. Mitglied wurde ich mit sieben Jahren. Das kam aber von meinen Eltern, da mein Vater auch schon in der Vorstandschaft des Skiclubs war. Im Alter von zehn Jahren habe ich begonnen, Ski zu fahren. Dann bin ich regelmäßig bei diesen Ausfahrten mitgegangen und habe mich der Skiclubjugend angeschlossen. Mit 17 durfte ich dann als Übungsleiter bei der Jugendskigymnastik helfen. Da mir die Arbeit mit den Kindern viel Spaß machte, entschied ich mich, die Skilehrer Grundstufe (C-Lizens) zu machen. Nach meiner Skilehrerausbildung wurde ich 1995 zum stellvertretenden Jugendleiter gewählt. Zwei Jahre später dann zum Jugendleiter. Dies war eine sehr schöne und lange Zeit mit vielen Erinnerungen. 2013 wurde ich dann zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt hatte ich sechs Jahre und dann wurde ich 2019 zum ersten Vorsitzenden gewählt.
V, L, N: Gefällt es Ihnen, Vorstand zu sein? Und was gefällt Ihnen besonders gut?
J. R: Mir gefällt es, Vorstand zu sein, denn sonst wäre ich auch am falschen Platz. Was mir besonders gut gefällt ist, dass man aktiv an der Programmgestaltung dabei sein kann, man auch sehr eng mit der Gemeinde zusammenarbeitet und Veranstaltungen planen kann. Außerdem auch, dass, obwohl unser Verein über Tausende Mitglieder hat, ich unseren Verein immer noch als große Familie sehe, und wir ein sehr gutes Miteinander von Jung bis Alt haben.
V, L, N: Ist es viel Zeitaufwand und machen Sie die Arbeit mit anderen zusammen oder machen Sie das alleine?
J.R: Bei so einem großen Verein ist es natürlich ein riesiger Zeitaufwand. Alleine könnte man da gar nichts machen. Wir sind drei Vorstände laut BGB, dem Bürgerlichem Gesetzbuch. Unsere Vorstandschaft besteht aus 13 Personen und um unsere Ausfahrten durchzuführen und Skikurse anzubieten haben wir circa 40 Skilehrer.
V, L, N: Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben?
J.R: Wir drei Vorstände sind verantwortlich für alle Entscheidungen des Vereins, sowie wir auch für diese haften. Wir sind der Kopf des Skiclubs und repräsentieren ihn auch. Außerdem ist es auch wichtig, dass wir unsere Mitglieder zufriedenstellen und allen, die Skifahren lernen wollen, es auch auch gut beibringen. Natürlich ist es auch wichtig, die Ziele des Vereins umzusetzen.
V, L, N: Wie schafft es der Skiclub, die Jugend so gut zu involvieren und dazu zu bringen, später auch einmal eine wichtige Rolle zu übernehmen, so wie Sie es tun?
J.R: Wir bieten jeden Mittwoch die Jugendskigymnastik an, wobei wir aber die meisten Jugendlichen bei unseren Ausfahrten im Skiclub involvieren, da wir auch Ausfahrten anbieten, die nur für die Jugend sind. Dadurch versuchen wir natürlich, die Jugend zu inspirieren, später einmal auch eine wichtige Rolle zu übernehmen. Ein Highlight darunter ist unsere jährliche Jugendfreizeit nach Saalbach Hinterglemm.
V, L, N: Macht es heutzutage noch Sinn, die Jugend als Skilehrer auszubilden, da der Schnee immer weniger wird?
J.R: Ich finde es macht noch Sinn, da wir nicht nur im Allgäu Skifahren gehen, sondern auch in höheren Gebieten, wo es noch mehr Schnee gibt. Die Skilehrerausbildung finde ich immer sinnvoll, da sie auch die Trainerlizenz C im Breitensport beinhaltet und einen persönlich auch fördert.
V, L, N: Was würden Sie im Verein tun, wenn es gar keinen Schnee mehr gäbe?
J.R: Wir würden versuchen, trotzdem das Vereinsleben aufrecht zu erhalten und unsere Aktivitäten nicht nur aufs Skifahren fokussieren, sondern übers ganze Jahr verteilen. So wie wir jetzt schon im Sommer Radtouren, Nordic-Walking und andere Aktivitäten anbieten.
V, L, N: Danke das Sie sich Zeit genommen haben, mit uns ein Interview zu führen.
J.R: Kein Problem.
