Viele Besucher denken, Bademeister stehen einfach nur am Beckenrand und pfeifen, wenn jemand zu wild springt. Doch in Wirklichkeit steckt viel mehr hinter diesem Beruf. Bademeister haben eine große Verantwortung. Sie achten darauf, dass niemand in Gefahr gerät, helfen bei kleineren Unfällen und greifen im Notfall blitzschnell ein. Im Freibad Sachsenheim arbeiten mehrere Bademeister gleichzeitig. Sie beobachten das große Schwimmerbecken, das Nichtschwimmerbecken, die Rutsche und das Kinderbecken und das den ganzen Tag über bei jeder Wetterlage.
„Man muss immer aufmerksam sein. Ein einziger Moment kann entscheidend sein“, sagt Herr Schneider, der seit über 15 Jahren als Bademeister tätig ist. Besonders an sehr heißen Tagen, wenn Hunderte Menschen im Freibad sind, wird die Arbeit stressig. „Da bleibt kaum Zeit zum Durchatmen“, erzählt er. Auch Frau Meier, eine Kollegin aus dem Sachsenheimer Freibad, berichtet: „Manche denken, unsere Arbeit sei locker. Dabei ist sie körperlich und mental anstrengend.“ Sie erzählt, dass es jedes Jahr zu mehreren Rettungseinsätzen kommt, meistens, weil Kinder sich überschätzen oder Eltern nicht aufpassen.
Was viele nicht wissen: Bademeister müssen eine spezielle Ausbildung machen. Dazu gehören ein Rettungsschwimmerschein, Erste-Hilfe-Kurse und oft auch technisches Wissen über Wasseraufbereitung und Hygiene. Jeden Morgen kontrollieren sie die Wasserqualität und bereiten das Gelände vor, bevor die ersten Besucher kommen. Sicherheit beginnt also schon vor der Öffnung.
Damit alles reibungslos funktioniert, gibt es im Freibad klare Regeln: nicht rennen, nicht schubsen, nicht vom Beckenrand springen. Trotzdem halten sich nicht alle daran. „Manche Jugendlichen nehmen die Regeln nicht ernst. Das ist gefährlich“, sagt Frau Meier. Besonders im tiefen Becken oder bei der großen Rutsche kann es schnell zu Unfällen kommen. Deshalb erinnern die Bademeister regelmäßig freundlich, aber bestimmt an die Baderegeln – die übrigens direkt am Eingang auf einer großen Tafel stehen.
„Wenn sich alle an die Regeln halten würden, gäbe es viel weniger Unfälle“, erklärt Herr Schneider. Die meisten Probleme entstehen durch Unachtsamkeit oder Leichtsinn. Deshalb ist es so wichtig, dass jeder Verantwortung übernimmt für sich und andere. So bleibt das Freibad Sachsenheim ein Ort, an dem sich alle sicher und wohl fühlen können.“
Von Noa
Foto: Noa
