Baustellen gehören zum Alltag, doch für viele Geschäfte können sie zu einer großen Belastung werden. Wie sich die Bauarbeiten an der B27 auf Gastronomie und Einzelhandel auswirken, wollten wir genauer wissen. Deshalb besuchten wir die Subway-Filiale in der Stuttgarter Straße 58 und sprachen mit der Filialmanagerin.
Subway wurde 1965 in den USA von dem damals 17-jährigen Fred DeLuca gemeinsam mit dem Familienfreund Dr. Peter Buck gegründet. Mit einem Startkapital von 1.000 US-Dollar wollte DeLuca durch den Verkauf frisch belegter Sandwiches sein Medizinstudium finanzieren. Aus dem kleinen Geschäft entwickelte sich im Laufe der Jahre eine der größten Fast-Food-Ketten der Welt.
Seit zehn Jahren arbeitet Frau F. in der Bietigheimer Filiale. Zu ihrem Beruf kam sie durch eine gute Freundin. Besonders schätzt sie den täglichen Kontakt mit Menschen. „Ich mag den Umgang mit unseren Gästen“, erzählt sie. Deshalb könne sie den Beruf allen empfehlen, die gerne mit Menschen arbeiten.
Im Mittelpunkt unseres Interviews stand jedoch die Baustelle auf der B27. Die Auswirkungen waren für die Filiale deutlich spürbar. Laut Frau F. musste Subway während der Bauarbeiten einen Umsatzrückgang von rund 60 Prozent hinnehmen. Viele Kundinnen und Kunden hätten die Filiale wegen der schwierigen Verkehrssituation oder fehlender Parkmöglichkeiten nicht mehr besucht.Auch bei der Warenanlieferung brachte die Baustelle Herausforderungen mit sich. Der Lieferdienst habe jedoch eine praktikable Lösung gefunden und die Anlieferung trotz der Einschränkungen durchführen können.
Neben dem Umsatzverlust nennt die Filialmanagerin vor allem fehlende Parkplätze, Baulärm und Schmutz als größte Probleme während der Bauarbeiten. Beschwerden von Gästen habe es dagegen kaum gegeben. Mit einem Lächeln erzählt sie: „Die, die da waren, haben sich nicht beschwert. Ich habe einfach die Musik etwas lauter gedreht.“
Zum Abschluss interessierten wir uns noch für ihren Arbeitsalltag. Die größte Herausforderung sei es, die Kundinnen und Kunden zufriedenzustellen. „Immer alles richtig machen, frische Ware anbieten, freundlich bleiben und lächeln – das ist jeden Tag unser Anspruch“, sagt Frau F.
Besonders viel Betrieb herrscht mittags zwischen 12 und 14 Uhr sowie am frühen Abend zwischen 17 und 18 Uhr, wenn viele Menschen ihre Mittagspause nutzen oder nach Feierabend noch etwas essen möchten.
Unser Interview hat gezeigt, wie stark Baustellen den Alltag von Gastronomie und Einzelhandel beeinflussen können. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig Freundlichkeit, Flexibilität und Durchhaltevermögen sind, damit Betriebe auch in schwierigen Zeiten für ihre Kundinnen und Kunden da sein können.
Von Laura Schulze und Lena Neubauer
