Seit 2023 leitet Harald Schmitt die Realschule im Aurain in Bietigheim-Bissingen. Im Gespräch mit Schülerinnen der Klasse 8c spricht er über seinen Weg zum Schulleiter, seinen Arbeitsalltag und seine Ziele für die Zukunft. Außerdem gibt er Einblicke in das Schulleben und erläutert, was die Realschule im Aurain besonders auszeichnet. 

Chiara: Was machen Sie, während wir Schüler Unterricht haben? 

Herr Schmitt: Oh gute Frage! Es ist immer sehr vielfältig. Jeden Tag gibt es ganz unterschiedliche Termine und Themen, die es abzuarbeiten gibt. Mit den Schülerinnen und Schülern, den Eltern, den Kollegen, dem Hausmeister, der Stadt. Dann bespreche ich mich mit der Konrektorin und kläre verschiedene Themen mit unserem Sekretariat. Ich bearbeite Mails und andere Nachrichten. Dann arbeite ich die verschiedenen To dos ab. Dann unterrichte ich auch noch in diesem Schuljahr die Fächer Geschichte und Deutsch in verschiedenen Klassen. Ich könnte noch vieles mehr aufzählen. Langweilig wird mir nicht. 

Rebecca: Mögen Sie ihren Beruf? 

Herr Schmitt: Ja! Tatsächlich mag ich meinen Beruf sehr. Ich habe ja schon in vielen verschiedenen Bereichen der Schule gearbeitet. Ich habe Deutsch, Geschichte und Politik studiert und nach einem Übergangsjahr an einer Hauptschule als Lehrer an der Realschule im Aurain angefangen. Sehr schnell war ich dann für viele Jahre an der Schule für die Berufsorientierung zuständig. Dann habe ich Studenten in ihren Praktika begleitet.  Dann war ich viele Jahre Konrektor. Jetzt bin ich seit 3 Jahren Schulleiter und es macht mir weiterhin großen Spaß. Zumindest meistens. 

Luisa: Warum wollten Sie Schulleiter werden? 

Herr Schmitt: Also erst einmal wollte ich Lehrer werden und Geschichte, Deutsch und Politik unterrichten. Ich habe am Anfang auch gar nicht darüber nachgedacht, dass ich einmal Konrektor oder Schulleiter werden könnte. Nach einiger Zeit hat mich die damalige Konrektorin gefragt, ob ich nicht im Schulleitungsteam mitarbeiten möchte. Die Zusammenarbeit im Team und mit Herrn Stöckle, meinem Vorgänger, hat mir dann immer mehr Spaß gemacht. Ich habe in der Zusammenarbeit auch gemerkt, welche Verantwortung aber auch Gestaltungsmöglichkeiten man als Schulleiter hat. Und ich habe mich unserer Schule immer sehr verpflichtet gefühlt und möchte daran mitwirken, sie in eine gute Zukunft zu führen. 

Chiara: Was ist ihre größte Herausforderung? 

Herr Schmitt: Die größte Herausforderung bei allen täglichen Aufgaben ist es, das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. Wir möchten neben der Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten Schülerinnen und Schüler gut auf die Herausforderungen des Lebens vorbereiten. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen selbstständige und verantwortungsvolle Bürger werden. Unsere Schule soll dazu ihren Teil beitragen. Und dass sich hier alle Beteiligten mit Respekt und Toleranz begegnen und dass man gerne Schülerin und Schüler der Realschule im Aurain ist. 

Rebecca: Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?  

Herr Schmitt: Ein typischer Arbeitstag beginnt bei mir zwischen 7:15 Uhr und 7:30 Uhr und endet gegen 17:00 Uhr. Es gibt aber auch Abendtermine. Dann kann es schon mal 21.00 Uhr oder noch später werden. Manchmal bin ich auch einige Stunden am Wochenende an der Schule. Neben den unterschiedlichsten administrativen Aufgaben unterrichte ich auch als Lehrer. Aktuell die Fächer Deutsch und Geschichte.  

Luisa:  Welche Ziele haben sie für die Zukunft der Schule? 

Herr Schmitt: Auf die Frage eine kurze Antwort zu geben, ist schwierig. Eine moderne Schule muss digital bilden und den Einzelnen fördern. Die Schule der Zukunft muss die Herausforderungen der Gegenwart annehmen: den Umgang mit moderner Technik, die sich immer schneller entwickelt, den Chancen und Gefahren der KI angemessen begegnen, einen guten Umgang mit der großen Heterogenität der Schülerschaft finden, die Schülerinnen und Schüler zu Teamwork und kritischem Denken erziehen. Die Schule der Zukunft muss auch weiterhin ein großes Herz für die Schülerinnen und Schüler haben! 

Chiara: Was war ihr wichtigster Moment als Schulleiter? 

Herr Schmitt: Es gab viele schöne, herausfordernde und wichtige Momente. Da kann ich nicht den einen nennen. 

Rebecca: Finden Sie, dass die Schule später anfangen sollte? 

Herr Schmitt:  Ich weiß nicht so recht. Wenn wir später als 8:00 Uhr anfangen, dann könnte der Schulvormittag nicht um 13:10 Uhr enden. Es müsste dann auch für alle mehr Mittagsschule geben. Es gibt also Vor- und Nachteile. Aber unsere Schule fängt schon später an als andere Schulen. 

Luisa: Worauf sind Sie besonders stolz?  

Herr Schmitt: Privat oder beruflich? Schwierige Frage! Ich bin stolz darauf, dass so viele unserer Schülerinnen und Schüler die vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit so gut meistern. 

 

Von Chiara Campanile, Luisa Daub und Rebecca Kotsalas